Freakstock 2010: Mein Bericht (Teil 2)
Teil 2 meines Berichtes. Wer Teil 1 verpasst hat, der klicke hier.
Samstag auf dem Freakstock. Man steht mit unterschiedlichen Gefühlen auf: Völlige Übermüdung, total kaputt von der Nacht vorher und traurig, dass es bereits der letzte Tag ist. Allerdings steht auch ein spannender Tag an: Jesus Freaks Berlin (mit den Resten von Obadja als Lobpreisband) machen den Gottesdienst und auch das Line Up verspricht nette Stunden.
Also kämpft man sich aus dem Zelt und nach einem Kaffee sieht die Welt schon anders aus. Heute besuchten wir sogar den Morgen-Lobpreis. Der Himmel war erstaunlich blau. Anschließend ging es auf den Marktplatz, wo wir so lang rummehrten, dass wir direkt zu den Workshops gehen konnten. Da unsere erste Wahl schon voll besetzt war, ging es in die Schädelstätte zum “Neues Leben im Geist”-Workshop von Metalmarkus der Jesus Freaks Erlangen. Nach einem Mittagessen ging es dann zum Hauptseminar auf der Mainstage.
![]()
Dort waren für heute die Jesus Freaks Berlin dran. Laut einem Kommentar auf meinem Blog (von Martin Dreyer, keine Ahnung ob es der echte war^^), sollte da heute Obadja den Lobpreis machen. Obadja war eine Jesus Freak-Lobpreis-Band wie aus dem Bilderbuch. Ich hatte sie 2008 auf der Stock gesehen und war begeistert. Leider löste sich die Band später auf, weil Gitarrist und Sänger Frede zu einer anderen Gemeinschaft übertrat, die bei den Freaks viel kaputt gemacht hat und als Irrlehre angesehen wird.
Und tatsächlich, bereits beim Soundcheck klang es ganz nach Obadja, Gitarrenstimmung und die markante Stimme vom (ex-) Schlagzeuger (Dominik?). Beim Hauptseminar stellte sich dann heraus, dass es tatsächlich die komplette Obadja-Mannschaft war, nur eben ohne Frede, und Dominik(?) spielte nun Gitarre anstatt Schlagzeug. Das krasse an Obadja ist nicht erstrangig ihre Musik, sondern dass man das Gefühl hat, der Heilige Geist strömt nur so von der Bühne herab. Es war so krass. Und dann kam noch eine geniale Predigt von Martin Dreyer (Gründer der Jesus Freaks). Anschließend wurde dazu aufgerufen, seine Sünden vor Gott zu bekennen und, indem man sie auf einen Zettel schrieb und anschließen in einem Fass vor der Bühne verbrannte, an Gott abzugeben. Krasse Zeit gewesen.
Der letzte Abend stand ganz im Zeichen des Knüppelkeller. Los ging es mit The Hope Of A Blind Man. Da wurde mir schon prophezeit, das bei der Metalcore-Band eine Frau singt am Mikrofon steht. Eigentlich nicht so mein Ding, aber ich schaute es mir mal an. Mann-oh-mann, die hatte es in sich. Nicht nur vom Äußeren(:-P), sondern auch Stimmmäßig, echt, ein Gebrüll, da hätte sich so mancher männlicher Kollege ne Scheibe abschneiden können. Shepard folgte, mit lustigen Ballons und Mehr-School-Hardcore, und Sänger war der Knabe, der am Donnerstag schon beim Lobpreis auf der Bühne stand. Im Anschluss spielte die Band, wegen der ich eigentlich im Knüppelkeller war. Source Of My Faith, die Jungs von Line Of Truth-Distribution (LOT), die ja öfters im Blog erwähnt werden. Die Jungs spielen bekanntlich richtig schicken Metalcore, so auch auf dem Freakstock. Deutsche Texte und ich konnte kaum mitsingen, weil ich die EP lang nicht mehr gehört hatte. Doof. Übrigens habe ich Alex von LOT und Michael (Sänger von Source Of My Faith) endlich mal kennen gelernt, wir waren quasi Zelt-Nachbarn. Aber ich empfehle, nicht in deren Nähe zu schlafen, die sind Nachts ziemlich laut
Nach dem Konzert kaufte ich mir übrigens T-Shirt und CD. Die CD werde ich allerdings nicht behalten, sondern die bekommt einer von euch. Gewinnspiel folgt demnächst
Bei der Wahl zwischen Of Quiet Walls und Saphena kam Saphena heraus, weil ich die noch nie gesehen hatte (und alle anderen da auch hinwollten^^). Tja, schlechte Wahl, mein Geschmack waren die Jungs nämlich nicht so ganz. Beide Bands kommen übrigens aus Chemnitz. Jetzt ging es zurück ins Lager. Essen und letztes zusammensitzen, zumindest für mich. Denn Sonntag wollte ich schon eher los. Also kamen wir irgendwann vor Begin des absoluten Highlight des Abends, No Longer Music, wieder in der Nähe der Mainstage an und gönnten uns Pommes und Bier. Hier unterhielten wir uns mit ein Paar Einheimischen, die günstig oder sogar kostenlos das Stock besuchen durften.
Irgendwann hatte No Longer Music (NLM) aufgebaut und fing trotz leichter technischer Probleme an. NLM ist eine niederländische Band, die Rock-Opern aufführt und normalerweise in unfreundlichen Gefilden (Drogen-, Hooligan-,Punk- und Satanisten-Szene) versucht, Menschen für Jesus zu Gewinnen. Ich kannte die Band bereits durch einen Freund und hatte schon die Live-DVD gesehen, wodurch ich ein Großteil des Stückes schon kannte. NLM führen auf ihren Shows immer eine ziemlich Effekt-geladene Show auf, die eine moderne Darstellung des Erlösungsplan Gottes darstellt. Ziemlich krasse Sache, muss man sich unbedingt mal anschauen. Nach dem Konzert hielt Sänger David Pierce noch eine kurze Predigt und rief dazu auf, das man sein Leben Jesus übergibt. Ich traf hinterher noch einen guten Freund, mit dem ich noch viel quatschte und über das Stock zog. Leider war ich ziemlich müde und geschafft, weswegen ich dann recht zeitig in meinem Schlafsack verschwand.
Sonntag, 6.30 Uhr. Aus dem Schlafsack quälen, obwohl es noch kühl im Zelt ist. Die Jungs von nebenan, denen ich vor nicht mal 5 Stunden gute Nacht gesagt hatte, waren immer noch wach. Nach ein paar gewechselten Worten ging es ins Bad, dann packen. Erstaunlich wie ruhig es um diese Zeit auf dem Stock ist. Trotzdem traf man einige bekannte Gesichter, die die Nacht durchgemacht hatten. Wenige Stunden später, als der Rest meiner Freakstock-Gemeinschaft das Gruppenfoto schießt, war ich schon fast zuhause, um Mathe zu lernen.
Ähnliche Beiträge:
Tags: freakstock
Abgelegt in
Leben eben
01.08.2012, 21:00 Uhr