Dem Fuchs wieder feuer machen
Das der Firefox die Internetwelt revolutioniert hat, steht außer Frage. Und das Firefox ein toller Browser ist, auch. Viele Features und vor allem die geniale Erweiterbarkeit machen Firefox einzigartig, auch wenn die Konkurrenz langsam aufholt. Doch bei den ständig neuen Versionen und Add-ons kann es nach einiger Zeit vorkommen, das der Fuchs nicht mehr ganz so feurig läuft. Das war bei mir der Fall. Eine sehr lange Startzeit und ein recht instabiles System, wohl der Preis dafür, wenn man ständig die neusten Beta-Version nutzt und spannende Add-ons ausprobiert.
Doch nun steht die Frage im Raum, wie kann man dem Fuchs wieder Feuer machen?
1. Add-ons
Der Firefox lebt von den Add-ons. Aber man sollte es nicht übertreiben. Jedes Add-on muss laden und verbraucht Leistung – je nachdem, wie gut es geschrieben ist mehr oder weniger. Hat man nun 30 Add-ons installiert, kommt es wohl selbst nicht mehr auf die gute Programmierung an, es sind einfach zu viele. Also los: aussortieren. Welche Add-ons hat man nur mal zum testen installiert? Welche nutzt man eigentlich schon lange nicht mehr? Welche nutzt man nur manchmal, weil es eigentlich gute Programme als Alternative gibt? Also wirklich mal kahlschlag betreiben. Ich habe 11 Add-ons installiert. Das reicht.
Das Menü dazu gibt es unter “Einstellungen” –> “Add-ons”.
2. Datenbanken
Klingt gleich furchtbar kompliziert, wenn man von Datenbanken spricht. Gemeint sind jene, die die Chronik und Bookmarks beinhalten. Vor allem wenn der Fuchs schon lange Zeit auf dem PC sein Dasein fristet, dürften die Datenbanken eine beachtliche Größe haben. Das hat Auswirkungen auf die Startzeit (die Datenbanken müssen ja geladen werden) und die Superbar (die Adressleiste), welche die Datenbanken ja nach relevanten Einträgen untersucht.
Um das Problem in den Griff zu bekommen, reicht ein kleines Add-on: Vacuum Places. Das Defragmentiert die Datenbanken und dürfte so für eine erhebliche Verbesserung der Geschwindigkeit führen.
3. Profil
Im Laufe der Jahre hinterlassen Add-ons und vermutlich auch die Updates schon ihre Spuren. Dann hilft alles nichts, man muss das Profil neu machen. Am einfachsten ist es, ein neues Profil zu erstellen. Dazu startet man Firefox mit dem Parameter “–P”
Einfach in der Windows-Suche “firefox.exe –P” eingeben
Dann auf “Profil erstellen” klicken und Firefox starten. Nun habt ihr einen komplett leeren Firefox. Wollt ihr eure Daten (Bookmarks etc.) behalten, empfiehlt es sich, diese vorher zu exportieren, zum Beispiel mit MozBackup.
4. Neuinstallation
Das hab ich einfach mal gemacht. Ich habe sehr häufig schon frühe Beta-Versionen des Firefox genutzt und daher hatten sich einige Fehler eingeschlichen, daher habe ich einfach mal deinstalliert, alle alten Daten gelöscht (was eben die Installer gern übrig lassen) und neu installiert. Dann rannte der Fuchs wieder. Wird aber in den wenigsten Fällen nötig sein
Fazit
Den meisten werde ich hier wohl nix neues erzählt haben, aber manchen hilft es vielleicht doch und man wundert sich, wie schnell der Firefox doch eigentlich ist. Viele nutzen das Programm nur schon so lange, das sich eben, wie auch bei einem Betriebssystem, viele Altlasten angesammelt haben.
Freue mich über weitere Tipps, Kritiken, Anregungen und beantworte auch gern weitere Fragen!
Tipp zu Vacuum Places via Basians Blog!
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Tags: firefox, mozilla, open-source
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Internet, Software
01.08.2012, 21:00 Uhr